Zu Festgottesdiensten gehört er einfach dazu: Der Weihrauch. Viele mögen ihn, weil er so gut riecht, anderen wiederum wird übel, aber eines ist sicher: Rauchen muss es schon - es heißt schließlich Weihrauch. Die Wenigsten wissen genau, was ein Thuriferar oder Navikular im Gottesdienst so alles zu tun hat, denn mit bloßem Gequalme ist es natürlich auch noch nicht getan. Was alles beachtet werden muss, lest ihr in diesem Artikel - quasi ein Räucher-Tutorial…

Richtig räuchern…

3. April 2012 | Von | Kategorie: Magazin

Zu Festgottesdiensten gehört er einfach dazu: Der Weihrauch. Viele mögen ihn, weil er so gut riecht, anderen wiederum wird übel, aber eines ist sicher: Rauchen muss es schon – es heißt schließlich Weihrauch. Die Wenigsten wissen genau, was ein Thuriferar oder Navikular im Gottesdienst so alles zu tun hat, denn mit bloßem Gequalme ist es natürlich auch noch nicht getan. Was alles beachtet werden muss, liest du in diesem Artikel – ein kleines Räucher-Tutorial.

Der Einzug
Der Weihrauch läuft hinter dem Pfarrer. Nach der allgemeinen Kniebeuge im Mittelgang gehen der Weihrauch und der Pfarrer hinter den Altar. Es folgt das einlegen von Weihrauch durch den Pfarrer, danach eine Verneigung. Der Pfarrer beweihräuchert den Altar, der Thurifer und der Navikular warten und verneigen sich, wenn der Pfarrer dies tut. Der Pfarrer gibt das Weihrauchfass schließlich zurück und der Weihrauch geht nach einer Kniebeuge vor dem Hochaltar in die Sakristei.

Das Evangelium
Beim Zwischengesang kommt der Weihrauch aus der Sakristei. Nach der Kniebeuge vor dem Hochaltar, legt der Pfarrer Weihrauch ein. Es folgt die Prozession zum Ambo. Nach der Inzens des Evangeliums gibt der Priester den Weihrauch zurück. Nach dem Evangelium Auszug in die Sakristei mit Kniebeuge vor dem Hochaltar.

Die Gabenbereitung
Weihrauch kommt nach den Fürbitten aus der Sakristei: Kniebeuge vor dem Hochalter. Einlegen durch den Pfarrer, dann nimmt er das Weihrauchfass und inzensiert den Altar und die Gaben, dabei läuft er einmal um den Altar. Die Thuriferare warten bis der Pfarrer den Weihrauch zurückgibt. Dann zweimalige Inzens (2×3) des Priesters. Jetzt gehen Thuriferar und Navikular in die Vierung wo eine einmalige Inzens (1×3) des Volkes (Hauptschiff und jeweils die Seitenschiffe) durchgeführt wird. Beim Kanon dreimalige Inzens (3×3) des Leibes und des Blutes während der Priester die Hostie bzw. den Kelch hochhält. Nach dem Vater Unser zieht der Weihrauch wieder in die Sakristei.

Das Schlussgebet
Mit Kniebeuge vor dem Hochaltar kommen Thuriferar und Navikular aus der Sakristei und bleiben zum Auszug aus der Kirche unmittelbar hinter dem Priester stehen.

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2 Kommentare
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  1. Liebe Minis vom „Räucher-Tutorial“,

    schön, dass Ihr ein Tutorial ins Web gesetzt habt, was sich mit dem komplizierten Weihrauch befasst. Im Kanon müsste es allerdings „Inzens des Leibes“ und nicht „Laibes“ heissen, da es sich nun nach der Konsekration tatsächlich um den Leib Christi handelt und die Hostie somit keinen „Laib“ Brot mehr darstellt. Also es handelt sich hier um einen echten inhaltlich bedeutenden Unterschied.

    Einen lieben Gruss und Danke nochmals, dass Ihr Euch die Mühe macht, sowas wie Tutorials überhaupt fürs Netz zu erstellen!

    Norbert Haupt

  2. Ja hoppla, danke für den Hinweis! Gelegentlich entgehen einem diese kleinen rechtschreibtechnischen Feinheiten und dann passieren solche Dinge :-). Guter Hinweis!!

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